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Nach Gründung des Kreissportbundes Göttingen im Jahr 1947 ergaben sportärztliche Untersuchungen, dass die Kinder und Jugendlichen des Kreises schlecht ernährt waren
und Befragungen ergaben, dass die Ferien nicht zur Erholung genutzt werden konnten.
Nun betrachtete der KSB es als seine Aufgabe den Kindern und Jugendlichen
Freizeiten anzubieten.
1949 fand das erste Lager am Seeburger See statt. 3oo Teilnehmer zahlten für den 8-tägigen Aufenthalt je 6,50 DM. 1950 und 5 wurden im Harz die Zelte, die
Gulaschkanone und die Donnerbalken aufgebaut, 1954 ging es nach Heiligenhafen. Die Freizeiten wurden jeweils von 400 bis 900
Teilnehmern besucht, aber es stellte sich heraus, dass es nicht ratsam war, 10 bis 18 jährige in einem Lager zusammenzufassen, und dass man nicht jedes Jahr mit, viel Aufwand ein neues Lager einrichten
konnte. 1955 fanden nach einigem Suchen Friedel Rosenthal und Willi Wohltmann durch Vermittlung des Lehrers Link aus Dahlenrode die Stolle, die von den Dahlenrodern schon seit 1900 als Spielplatz genutzt wurde. Ein
idealer Lagerplatz stand nun für die Kinder des Landkreises zur Verfügung, Die Jugendlichen fuhren von nun an nach Sylt und Lenste.
In den ersten Jahren wurden das Küchenhaus, die Toilette und der Schuppen gebaut. Der Feuerlöschteich im Ort wurde gleich als Freibad konzipiert und die Lager konnten
beginnen.
Viele ehrenamtliche Helfer haben in all den Jahren dazu beigetragen, dass die Stolle heute so gut ausgestattet ist, wie wir sie Kennen.
Besonders erwähnen muss man Willi und Gertrud Wohltmann die von Beginn bis1990 aktiv dabei waren. August Aue, Karl Brandenburg, und Heinrich Günter waren aus
Dahlenrode jahrelang mit Manfred Faulhaber für den Platz zuständig.
Die Stolle wurde 1963 mit dem Blockhaus 1969 den Unterkunftshäusern, 1974 dem Sportpalast und 1979 dem Freibad vervollständigt.
Bis 1974 dauerte ein Lager 3 Wochen, nach der Gebietsreform wurden jährlich zwei Lager a 2 Wochen angeboten, weil mehr Teilnehmer die. Stolle besuchen wollten.
Seit 1993 finden jährlich drei Lager statt; ein kurzes Zeltlager über Himmelfahrt oder Pfingsten mit vier Übernachtungen für 7-9 jährige und in den Sommerferien
jeweils ein Zeltlager für 8-12 jährige und ein Zeltlager für 7-9 jährige.
In den letzten 10 Jahren gab es ebenfalls noch bauliche Erweiterungen. So bekamen 1996 Blockhaus und Küche eine Zentralheizung, 1997 wurde die Köhlerhütte errichtet
und 1998 das Beachvolleyballfeld eingeweiht.
Im Jahr 1999 wurde Beate Radünz vom Kreissportbund eingestellt, um die Stolle zu vermarkten. Das sich diese Maßnahme gelohnt hat, zeigen die kontinuierlich steigenden
Übernachtungszahlen außerhalb der eigenen Zeltlager. Rund 2.500 waren es im Jahr 2001, im Jahr 2005 waren es über 8.000.
Die wichtigste Entscheidung zur Zukunft der Stolle fällten aber die Sportvereine des Landkreises auf einem außerordentlichen Kreissporttag am 06.01.2001.
Um gesetzlichen Auflagen zu genügen und die Attraktivität Stolle zu erhalten, zahlten die Vereine für drei Jahre 0.10 DM pro Mitglied und Jahr. Mit dieser Summe
konnte das Freibad grundlegend saniert werden und drei Unterkunftshäuser durch neue größere und modernere ersetzt werden.
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